Landespflegekammer Rheinland-Pfalz bricht Mitgliederbefragung ab – trotz hoher Beteiligung
Die Vertreterversammlung der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz hat die laufende Mitgliederbefragung vorzeitig beendet. Das höchste Gremium der Kammer entschied gestern mehrheitlich, die Befragung nicht wie geplant bis zum 2. April fortzuführen. Auch eine Verlängerung wurde abgelehnt…
- Pflege
Bis zum Zeitpunkt des Abbruchs hatten bereits 5.600 Mitglieder an der Befragung teilgenommen. Damit verzeichnete die Kammer trotz eines schwierigen Starts eine hohe Beteiligung.
Ausschlaggebend für die Entscheidung war jedoch die zunehmend aufgeheizte Stimmung der vergangenen Wochen. Das Verfahren sei durch politische Einflussnahme im Umfeld des Wahlkampfes sowie durch anhaltende öffentliche Diskussionen erheblich belastet, so Kammerpräsident Dr. Markus Mai. Zudem hatten Berichte über technische und organisatorische Probleme die Durchführung der Befragung begleitet und Zweifel an der Aussagekraft der Ergebnisse verstärkt.
Unter diesen Bedingungen sei eine sachliche und unbeeinflusste Meinungsbildung nicht mehr gewährleistet gewesen, so Mai. „Die Befragung kann so kein verlässliches Stimmungsbild liefern.“ Ziel sei es gewesen, eine tragfähige Grundlage für weitere Entscheidungen zu schaffen – dieses Ziel sei nicht mehr erreichbar gewesen.
Die erhobenen Daten werden nun durch das beauftragte Softwareunternehmen vollumfänglich gelöscht.
Vorstand und Vertreterversammlung werden über das weitere Vorgehen beraten.
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