Landesregierung legt Struktur für Klinikverbund Heidelberg-Mannheim fest

Der Zusammenschluss der Universitätsklinika Heidelberg und Mannheim nimmt Gestalt an. Ab 2026 wird der Verbund mit einer neuen Führungsstruktur starten. Heidelberg übernimmt die Mehrheit, Mannheim bleibt beteiligt. Ziel ist die Bündelung von Spitzenmedizin, Forschung und Lehre sowie der Abbau von Doppelstrukturen. Das Land Baden-Württemberg stemmt dafür rund 480 Millionen Euro, Mannheim steuert bis zu 300 Millionen Euro bei.

1. August 2025
  • Ökonomie


Der Ministerrat in Baden-Württemberg hat zentrale Weichen für den Klinikverbund Heidelberg-Mannheim gestellt. Der Zusammenschluss soll am 1. Januar 2026 starten. Kernpunkt ist ein neuer Verbundvorstand mit sechs Mitgliedern, darunter eine oder ein Vorstandsvorsitzender mit Gesamtverantwortung sowie ein eigener Vorstand Medizin für den Betrieb beider Universitätsklinika.

Die künftige Eigentümerstruktur sieht vor, dass das Universitätsklinikum Heidelberg (UKHD) 89,9 Prozent an der Mannheimer Universitätsmedizin übernimmt, während die Stadt Mannheim 10,1 Prozent hält. Damit soll eine einheitliche Steuerung erfolgen, ohne die bestehenden Rechtsformen zu verändern.

Zentrale Zielsetzung ist der Abbau von Doppelstrukturen in Technik, IT und Verwaltung sowie die Entwicklung gemeinsamer Schwerpunkte in Forschung und Versorgung. Ein standortübergreifender Struktur- und Entwicklungsplan sowie ein Medizinkonzept sollen bis Ende 2026 stehen. Die Fusion der beiden medizinischen Fakultäten ist für Anfang 2027 geplant.

Finanziell trägt das Land Baden-Württemberg einen erheblichen Anteil der Defizite, um eine Insolvenz des Mannheimer Klinikums zu verhindern. Insgesamt stellt das Land rund 480 Millionen Euro bis 2037 bereit. Die Stadt Mannheim unterstützt den Start zusätzlich mit Leistungen von bis zu 300 Millionen Euro.

Für den Vorstand des UKHD ist die neue Struktur ein strategischer Schritt, um Hochschulmedizin, Forschung und Gesundheitsversorgung in der Rhein-Neckar-Region nachhaltig zu stärken.

Quelle:

kma-online.de


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