Landkreis Aichach-Friedberg gleicht 9,3 Millionen Euro Klinikdefizit aus
Der Kreistag Aichach-Friedberg übernimmt 9,3 Millionen Euro Defizit der Kliniken an der Paar. Der Verlust liegt damit unter der Planung, steigt aber im Vergleich zum Vorjahr weiter an…
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Der Landkreis Aichach-Friedberg übernimmt 9,3 Millionen Euro Defizit der Krankenhäuser in Aichach und Friedberg. Der Kreistag stimmte dem ohne Diskussion einstimmig zu. Das Minus fiel damit um 930.000 Euro niedriger aus als zunächst erwartet. Für den Landkreis bleibt die Belastung trotzdem hoch.
Im Kreishaushalt des laufenden Jahres standen 10,2 Millionen Euro für den Verlustausgleich der Kliniken an der Paar. Nun muss der Landkreis knapp eine Million Euro weniger zahlen. Der reine Fehlbetrag der Kliniken liegt bei 8,2 Millionen Euro. Davon entfallen 3,8 Millionen Euro auf Friedberg und 4,4 Millionen Euro auf Aichach.
Hinzu kommt die Tilgung für den Teilneubau in Aichach. Dafür fallen jedes Jahr 1,1 Millionen Euro an. Der Landkreis zahlt diese Summe, soweit die Kliniken sie nicht selbst aufbringen können. Grundlage ist ein Darlehen über 22 Millionen Euro mit einer Laufzeit von 20 Jahren.
Laut den Angaben aus dem Kreistag sparten die Krankenhäuser vor allem bei den Sachkosten und beim Verwaltungsbedarf. Ein Wirtschaftsprüfer bescheinigte ihnen, wirtschaftlich und sparsam gearbeitet zu haben. Trotz des geringeren Defizits stieg der Verlust gegenüber 2023. Damals lag er einschließlich Tilgung bei rund sieben Millionen Euro. Zugleich steht der Landkreis unter Zeitdruck. Der vollständige Defizitausgleich muss laut Vorlage bis spätestens 30. September 2025 erfolgen, sonst ist der staatliche Zuschuss für die Geburtshilfe in Friedberg von einer Million Euro gefährdet.
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