Landkreis Anhalt-Bitterfeld stützt Gesundheitszentrum mit weiteren 3,3 Millionen Euro

Der Landkreis Anhalt-Bitterfeld stellt dem Gesundheitszentrum Bitterfeld-Wolfen weitere 3,3 Millionen Euro zur Verfügung und wendet damit eine drohende Überschuldung vorerst ab, während die Sparpläne weiter auf dem Tisch liegen…

19. Oktober 2026
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Das Gesundheitszentrum Bitterfeld-Wolfen bleibt vorerst erhalten, weil der Landkreis Anhalt-Bitterfeld es trotz eigener Finanzprobleme weiter stützt. Der Sonderkreistag beschloss am Donnerstagabend vergangene Woche mehrheitlich, dem Zentrum in diesem Jahr zusätzlich 3,3 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen. Zuvor war bereits ein Zuschuss von 4,5 Millionen Euro geflossen.

Die Finanzspritze ist nötig, da im Goitzsche-Klinikum deutlich weniger Patienten behandelt werden als geplant. Landkreis und Gesundheitszentrum hatten deshalb zum Jahresende ein Minus von mehr als sieben Millionen Euro erwartet.

Für den finanzklammen Landkreis ist das eine große Belastung, zumal ein Defizit von über 30 Millionen Euro droht. Landrat Andy Grabner (CDU) hatte erklärt, alles Mögliche für den Erhalt des Gesundheitszentrums zu tun. Der Kreis hatte dieses Jahr erst das Helios-Krankenhaus in Zerbst übernommen, das geschlossen werden sollte.

Einige Kreisräte befürchten, dass sich das Klinikum zu einem „Fass ohne Boden“ entwickeln könnte. Die Wirtschaftsprüfer sehen laut Landkreis strukturelle Mängel im Betrieb und sprechen sich dafür aus, bis zu 80 Vollzeitstellen abzubauen. Außerdem steht ein Lohnverzicht von zehn Prozent im Raum.

Die etwa 900 Beschäftigten des Goitzsche-Klinikums reagieren nach Informationen von MDR SACHSEN-ANHALT erleichtert. Viele unterstützen Veränderungen, wenn diese zum Erhalt des Gesundheitszentrums beitragen und alle gleichermaßen betreffen, vom Pfleger bis zum Chefarzt.

Die Sparpläne sind weiter auf dem Tisch. Die Millionenverluste müssen sinken, damit das Gesundheitszentrum eine Zukunft hat.

Quelle:
mdr.de

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