Landkreis bündelt Klinikstandorte Korbach und Frankenberg
Die Kliniken in Korbach und Frankenberg werden zusammengeführt. Der Landkreis Waldeck-Frankenberg übernimmt die Trägerschaft. Finanzielle Mehrbelastungen bleiben bestehen, langfristig werden jedoch strukturelle Einsparungen erwartet…
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Die kommunalen Gremien der Stadt Korbach und des Landkreises Waldeck-Frankenberg haben der Fusion der Krankenhäuser in Korbach und Frankenberg einstimmig zugestimmt. Damit geht das bislang städtische Krankenhaus in Korbach nach mehr als einem Jahrhundert in die Trägerschaft des Landkreises über. Das Kreiskrankenhaus Frankenberg befand sich bereits in dessen Besitz.
Beide Häuser schreiben seit Jahren Defizite und gelten zugleich als unverzichtbar für die medizinische Versorgung im Kreisgebiet. Nach Angaben aus den Beratungen sehen alle Fraktionen die Fusion als einzigen realistischen Weg, um eine breit aufgestellte Versorgung langfristig zu sichern.
Die Finanzplanung bis 2030 weist einen Zuschussbedarf von 76 Millionen Euro aus. Belastungen aus der Krankenhausreform in Höhe von 14,6 Millionen Euro sollen durch Einsparungen aus dem Zusammenschluss kompensiert werden. Zusätzlich besteht am Standort Frankenberg ein Investitionsbedarf von über 30 Millionen Euro, der über Kredite und Fördermittel gedeckt werden soll.
Der Zusammenschluss erfolgt in mehreren rechtlichen Schritten und wird rückwirkend zum 1. Januar 2026 wirksam. Für das Krankenhausmanagement bedeutet dies eine stärkere Zentralisierung von Steuerung, Finanzierung und Aufsicht unter kommunaler Verantwortung.
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