Landkreis Weilheim-Schongau stützt Klinikverbund mit Millionenbeitrag
Der Landkreis Weilheim-Schongau stabilisiert seine Krankenhaus GmbH mit fünf Millionen Euro, trotz wachsender Schulden und fehlender Zuschüsse…
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Der Kreistag Weilheim-Schongau hat einer kreditfinanzierten Kapitaleinlage von bis zu fünf Millionen Euro in die kreiseigene Krankenhaus GmbH zugestimmt. Damit soll der Betrieb der Krankenhäuser in Weilheim und Schongau gesichert werden. Bund und Freistaat leisten bislang keine Beiträge zur Finanzierung des laufenden Transformationsprozesses. Der Landkreis steht durch steigende Personalkosten, höhere Bezirksumlagen und allgemeine Preissteigerungen unter erheblichem finanziellen Druck. Der Gesamtschuldenstand wird 2026 voraussichtlich auf über 105 Millionen Euro steigen.
Mit der Kapitaleinlage soll das Eigenkapital der Krankenhaus GmbH gestärkt und der Investitionshaushalt entlastet werden. Die Maßnahme gilt als gesellschaftsrechtlich zulässig und wurde nach intensiver Debatte mit 29 zu 18 Stimmen beschlossen. Kritische Stimmen aus dem Kreistag warnten vor langfristigen Haushaltsrisiken und einer fortgesetzten Verschuldung. Landrätin Andrea Jochner-Weiß kündigte Gespräche mit dem Landtag an, um die Belastung der Kommunen durch die Krankenhausreform zu thematisieren.
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