Lausitz Klinik Forst: Tarifabschluss mit ver.di und Marburger Bund sichert Arbeitsplätze bis August 2027
Mit zwei Tarifabschlüssen sichert die Lausitz Klinik Forst ihren Beschäftigten bis August 2027 stabile Bezüge, Kündigungsschutz und neue Weiterbildungsregelungen für Ärzte…
- Personal
Die Lausitz Klinik Forst hat mit ver.di und dem Marburger Bund Tarifverträge abgeschlossen, die Beschäftigungssicherheit und Entgeltstabilität für die jeweilige Laufzeit garantieren und die laufende Neuausrichtung des Hauses absichern sollen.
Der Abschluss mit ver.di gilt rückwirkend vom 1. Januar 2026 bis zum 27. August 2027. Betriebsbedingte Kündigungen und Ausgliederungen von Beschäftigungsverhältnissen sind während der Laufzeit ausgeschlossen. Da es 2026 und 2027 keine Tariferhöhung gibt, erhalten ver.di-Mitglieder in beiden Jahren jeweils einen zusätzlichen bezahlten freien Arbeitstag. Verhandlungsführer Ralf Franke nannte die Arbeitsplatzsicherung als zentrales Ziel der Mitglieder. Zugleich forderte er die Bundespolitik auf, die nach Gewerkschaftsdarstellung mit dem GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz beschlossenen Einsparungen bei Krankenhäusern zurückzunehmen. Die nächsten Tarifverhandlungen sind für September 2027 geplant.
Der Abschluss mit dem Marburger Bund gilt für 20 Monate und enthält neue Regelungen zu Weiterbildung und Qualifikation. Weiterbildungsassistentinnen und -assistenten erhalten zusätzliche freie Tage zur Vorbereitung auf die Facharztprüfung. Alternativ ist ein Urlaubsbonus vorgesehen, wenn sie nach bestandener Prüfung im Unternehmen bleiben. Zuschläge sind für Zusatzqualifikationen in der radiologischen Diagnostik sowie für den Notarztdienst vereinbart.
Geschäftsführer Andreas Mogwitz bezeichnet die Einigungen als wichtigen Schritt für die geplante Neuausrichtung der Klinik zu einer „Fachklinik mit Grundversorgerverantwortung“. Er verknüpft die ärztlichen Regelungen mit der Personalentwicklung und kündigt an, Beschäftigte an den wirtschaftlichen Effekten der Facharztentwicklung beteiligen zu wollen. Marburger-Bund-Verhandlungsführer Martin Eisenbarth hebt neben den Freistellungen zur Facharztprüfungsvorbereitung und der tariflichen Anerkennung besonderer Qualifikationen auch einen zusätzlichen Erholungstag hervor. Diese Regelungen sollen nach seiner Darstellung bessere Bedingungen für Weiterbildung und berufliche Entwicklung schaffen.
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