Lauterbach geht – Krankenhausreform vorerst unvollendet

Karl Lauterbach verlässt das Gesundheitsministerium – mit Reformen im Gepäck, aber auch vielen offenen Baustellen. Vom Abbau der Pandemie bis zum Start der Krankenhausreform prägte er die Gesundheitspolitik wie kein Zweiter – doch vieles blieb unvollendet. Der Minister geht, sein Vermächtnis bleibt ambivalent.

25. April 2025
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Nach dreieinhalb Jahren im Amt zieht sich Karl Lauterbach als Bundesgesundheitsminister zurück. Der SPD-Politiker startete mit hohen Erwartungen und großem Reformwillen. Zu seinen Erfolgen zählen der Ausstieg aus der Corona-Ausnahmesituation, der Start der Krankenhausreform sowie die Einführung der elektronischen Patientenakte. Auch die Entkriminalisierung von Cannabis und die Abschaffung von Honorargrenzen für Hausärzte zählen zu seinen Maßnahmen. Gleichzeitig bleiben zentrale Vorhaben unvollendet. Eine umfassende Reform der Notfallversorgung sowie der Pflege- und Krankenversicherung konnte er nicht realisieren. Sein „Gesundes-Herz-Gesetz“ fiel dem vorzeitigen Koalitionsende zum Opfer. Lauterbach wurde als Experte geschätzt, stieß aber mit seinem alleinigen Führungsstil oft auf Widerstand – nicht zuletzt bei mächtigen Akteuren im Gesundheitswesen. Politisch isoliert, zieht er sich nun ins Parlament zurück. Sein Amt habe er trotz aller Anfeindungen stets als Privileg begriffen, so Lauterbach. Doch seine Bilanz bleibt die eines Unvollendeten…

Quelle:

web.de


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