Lebenslange Haft und neue Verdachtsmomente gegen verurteilten Pfleger

Ein in Aachen verurteilter Ex-Pfleger steht im Verdacht, weit mehr Menschen getötet zu haben als bislang bekannt. Neue Ermittlungen laufen, weitere Exhumierungen sind geplant…

26. Januar 2026
  • Pflege

Ein ehemaliger Pfleger, der bereits wegen zehnfachen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt wurde, könnte für mehr als 100 weitere Todesfälle verantwortlich sein. Die Aachener Staatsanwaltschaft spricht von einer hohen Zahl neuer Verdachtsfälle. Es handelt sich um mögliche Tötungsdelikte aus der Zeit vor den bereits abgeurteilten Taten. Der Mann arbeitete seit 2020 in einer Klinik in Würselen.

Nach den bisherigen Feststellungen soll er während Nachtschichten schwer kranken Menschen eigenmächtig überdosierte Beruhigungs- und Schmerzmittel verabreicht haben. Das Gericht sah persönliche Motive und eine eigene Ordnungsvorstellung als handlungsleitend an. Der Verurteilte bestreitet eine Tötungsabsicht.

Im Zusammenhang mit den neuen Vorwürfen wurden bereits zahlreiche Exhumierungen durchgeführt, weitere sind angekündigt. Auch die Staatsanwaltschaft Köln ermittelt, da der Mann dort zuvor beschäftigt war. Der Fall rückt erneut strukturelle Kontrolldefizite im Gesundheitswesen in den Fokus.

Quelle:
kleinezeitung.at

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