Leistungsgruppen für Krankenhaus Öhringen erst 2027 verbindlich

Die künftige Ausrichtung des Krankenhauses Öhringen bleibt bis 2027 offen. Die BBT-Gruppe beantragte Leistungsgruppen auf Basis des bisherigen Angebots und plant den Ausbau der Geriatrie…

24. Dezember 2025
  • Politik

Die strukturelle Zukunft des Hohenloher Krankenhauses in Öhringen ist Teil der landesweiten Krankenhausreform. Neben baulichen Unsicherheiten durch einen Wasserschaden im Neubau ist die künftige medizinische Ausrichtung noch nicht abschließend festgelegt. Verbindliche Klarheit wird laut Landesplanung erst im Jahr 2027 erwartet.

Nach Angaben des Sozialministerium Baden-Württemberg konnten Kliniken im Land Leistungsgruppen bestätigen oder abweichend beantragen. Die BBT-Gruppe habe im Wesentlichen das bisherige Leistungsspektrum zugrunde gelegt. Maßgeblich sei demnach der regionale Versorgungsbedarf. Bis zur endgültigen Entscheidung gilt der bestehende Versorgungsauftrag fort.

Vor der Zuweisung prüft der Medizinische Dienst Baden-Württemberg die gesetzlichen Voraussetzungen. Der Abschluss des Verfahrens ist bis Ende Juli 2026 vorgesehen. Die endgültige Leistungsgruppenzuweisung soll zum 1. Januar 2027 erfolgen. Perspektivisch ist ein Ausbau der Geriatrie geplant, vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung im Landkreis.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Kooperationen mit umliegenden Kliniken in Schwäbisch Hall, Bad Mergentheim und Heilbronn. Hoch spezialisierte Leistungen sollen weiterhin zentralisiert erbracht werden. Die Reform geht auf Initiativen des früheren Bundesgesundheitsministers Karl Lauterbach zurück. Anpassungen unter seiner Nachfolgerin Nina Warken stoßen laut mehreren Berichten auf Kritik bei Kliniken und Krankenkassen.

Quelle:
stimme.de

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