Lesbarkeitsindex 36,4 Punkte: Krankenhäuser kommunizieren am unverständlichsten
Eine Studie bescheinigt Klinik-Pressemitteilungen die geringste Verständlichkeit. Lange Sätze, Passiv und Fachsprache erschweren die Orientierung für Patientinnen und Patienten…
- Marketing
Krankenhäuser schneiden in einer Untersuchung zur Verständlichkeit von Pressemitteilungen am schlechtesten ab. Der durchschnittliche Lesbarkeitsindex liegt bei 36,4 von 100 Punkten. Branchenübergreifend beträgt der Mittelwert 47,6 Punkte. Selbst Logistik und Recht liegen vor den Kliniken.
Studienherausgeber Gidon Wagner sieht eine deutliche Distanz zwischen Absendern im Gesundheitswesen und der Öffentlichkeit. Gerade bei Themen wie Notfällen oder Symptomen brauche es klare und zugängliche Informationen.
Als Hauptgründe nennt die Studie lange Sätze mit durchschnittlich 15,8 Wörtern, häufige Passivkonstruktionen und eine hohe Dichte an Substantiven. Einzelne Texte erreichen nur 17 Punkte. Auch die Pharmaindustrie bleibt mit 39,9 Punkten unter der 40-Punkte-Grenze.
Texte unter 40 Punkten gelten als zu schwer verständlich, um die Öffentlichkeit angemessen zu informieren. Rund 12 Prozent aller geprüften Mitteilungen fallen in diese Kategorie. Insgesamt analysierten die Autorinnen und Autoren 109 Themenbereiche.
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