Lieferengpässe: Apotheken fordern sachliche Diskussion statt Schuldzuweisungen
Die Diskussion um den Mangel an Kochsalzlösungen und andere Arzneimittelengpässe hat durch eine kritische »Spiegel«-Analyse an Fahrt gewonnen, worauf Apotheker mit deutlicher Zurückweisung reagierten und auf die systemischen Probleme der zentralisierten Produktion hinwiesen.
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Die aktuelle Diskussion um Arzneimittelengpässe, insbesondere bei Kochsalzlösungen, wird durch eine »Spiegel«-Analyse befeuert, die die Rolle der Apotheken kritisch hinterfragt. Der Autor Martin U. Müller zeigte sich irritiert über die Aufregung seitens der Apotheker angesichts des Mangels an Kochsalzlösung und warf der Branche mangelnde Lösungsansätze vor. Apotheker wie Tobias Kast und Christian Fehske kontern, indem sie die Bedeutung von Kochsalzlösungen für viele andere Arzneimittel betonen und die langfristigen Probleme der globalen Produktionsstrukturen aufzeigen. Zudem fühlen sich die Apotheken von der Politik im Stich gelassen, da sie täglich vor ethischen Dilemmata stünden, etwa bei der Verteilung knapper Bestände…
Pharmazeutische Zeitung
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