Bundesgesundheitsminister Linnemann: Warum er seine frühere Skepsis heute anders bewertet
Frühere Zweifel an seiner Eignung als Bundesgesundheitsminister weist Carsten Linnemann zurück und begründet seine damaligen Aussagen mit einer veränderten politischen Ausgangslage…
- Politik
Carsten Linnemann tritt dem Zweifel an seiner Eignung als designierter Bundesgesundheitsminister entgegen. Er räumt zwar ein, sich noch tiefer einarbeiten zu müssen, bekräftigt aber, sich das Amt zuzutrauen.
Anlass der Kritik sind Aussagen aus einem Phoenix-Interview vom Mai 2025. Damals hatte der Volkswirt erklärt, Minister zu sein sei nicht „sein Ding“, und bezweifelt, ob er als Gesundheitsminister erfolgreich wäre. Diese Einschätzung stellt er heute in einen anderen Kontext, denn im Wahlkampf habe er sich auf die Abschaffung des Bürgergelds konzentriert, ein Versprechen, das er in seiner Doppelfunktion als CDU-Generalsekretär und Fraktionsvize für Arbeit und Soziales einlösen wollte. Inzwischen sei die neue Grundsicherung eingeführt.
Linnemann verweist zudem darauf, bereits im Koalitionsausschuss Gesundheitsthemen verhandelt zu haben. Seine Vorgängerin Nina Warken habe erste große Reformschritte eingeleitet, an die er anknüpfen wolle. Das Gesundheitsministerium sei zu einem zentralen Reformressort der Regierung geworden. Bundeskanzler Friedrich Merz habe ihn deshalb gebeten, das Ressort zu übernehmen.
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