Mainz bereitet Prüfauftrag für Zukunft der Universitätsmedizin vor
Bis zur Sommerpause soll in Mainz ein Prüfauftrag zur Zukunft der Universitätsmedizin vorbereitet werden. Ein Gutachten soll Vor- und Nachteile eines zweiten Standorts prüfen…
- Ökonomie
Mainz will die Standortfrage der Universitätsmedizin Mainz mit einem Gutachten klären lassen. Die Stadt bereitet dafür eine Prüf-Matrix vor, die bis zur Sommerpause den Gremien vorgelegt werden soll. Untersucht werden sollen Vor- und Nachteile eines möglichen zweiten Standorts der einzigen Universitätsklinik in Rheinland-Pfalz.
Oberbürgermeister Nino Haase strebt kurz vor oder kurz nach der Sommerpause eine Einigung auf den Prüfauftrag an. Dieser soll die Kriterien und die zu prüfenden Gebiete festlegen. Die Prüfung selbst soll etwa ein Jahr dauern. Erst danach kann entschieden werden, wo saniert oder neu gebaut wird.
Hintergrund ist der marode Gebäudebestand der Universitätsmedizin Mainz. Viele Häuser gelten als nicht mehr zeitgemäß und erschweren effiziente Arbeitsabläufe. Bis etwa 2040 sollen rund 2,2 Milliarden Euro investiert werden. Offen ist, ob das Geld vollständig in den heutigen Standort in der Mainzer Oberstadt fließt oder ob ein zweiter Standort neu gebaut wird.
Bei der Prüfung sollen nach Haases Angaben unter anderem Klimafragen, Frischluftzufuhr, Artenschutz, Zuwegungen und neue Sicherheitsanforderungen berücksichtigt werden. Im Koalitionsvertrag von CDU und SPD heißt es, beide Parteien unterstützten „die entwickelte Zweistandort-Lösung“. Zugleich begrüßen sie den von der Klinik angestoßenen Konsolidierungsprozess.
Haase betont die Bedeutung der Universitätsmedizin für Mainz als Biotechnologie-Standort. Sie sei Innovationsmotor, großer Arbeitgeber und zentral für die Versorgung in der Stadt. Ein Teilumzug an den Stadtrand könnte aus seiner Sicht innerstädtische Flächen für Wohnungen oder neue Grünflächen öffnen. Umweltschützer sehen einen Neubau auf unbebautem Areal kritisch.
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