Mannheimer Forschungsprojekt prüft KI-Auswertung von Herzscans auf klinischen Nutzen

Die Medizinische Fakultät Mannheim erforscht KI-gestützte CCTA-Auswertung zur Verbesserung der Herzdiagnostik. Das Universitätsklinikum Freiburg veröffentlicht die erste anatomisch korrekte 3D-Animation des schlagenden Herzens…

10. Juli 2026
  • Data und KI
  • Digitale Klinik

Die Medizinische Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg untersucht, ob KI-gestützte Auswertung von CT-Herzscans die Patientenversorgung verbessern kann. Grundlage ist die CT-basierte Koronarangiografie (CCTA), mit der Ablagerungen in den Herzgefäßen und Gefäßverengungen nichtinvasiv erkannt werden können. Die manuelle Auswertung dieser Bilddaten gilt als aufwendig. Das Projekt prüft, ob eine KI-basierte Auswertung invasive Eingriffe reduzieren, Therapieentscheidungen individualisieren und Ressourcen im Gesundheitssystem effizienter einsetzen kann.

Das Universitätsklinikum Freiburg hat eine schematische 3D-Animation des schlagenden Herzens entwickelt. Nach eigenen Angaben ist es die erste Animation, die Aufbau und Bewegung des Herzens anatomisch und zeitlich korrekt darstellt. Sie zeigt, dass das Herz gleichzeitig Blut in den Körper pumpt und aus den Venen ansaugt, ohne seine Gesamtgröße wesentlich zu verändern. Prof. Dr. med. Peter Kohl, Direktor des Instituts für Experimentelle Kardiovaskuläre Medizin, betonte, dass verbreitete Vorstellungen vom Herzschlag falsch seien. Die Animation richtet sich an Ärztinnen und Ärzte, Forschende und Studierende.

Quelle:
aerzteblatt.de

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