Marburger Bund lässt über Arbeitskampf an kommunalen Kliniken abstimmen
Nach dem Scheitern der Tarifverhandlungen lässt der Marburger Bund seine Mitglieder an kommunalen Kliniken über Arbeitskampfmaßnahmen im kommenden Jahr abstimmen…
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Der Marburger Bund bereitet nach gescheiterten Tarifverhandlungen Arbeitskampfmaßnahmen an kommunalen Kliniken vor. Die Große Tarifkommission beschloss eine Urabstimmung unter den Mitgliedern, die über mögliche Maßnahmen im kommenden Jahr im Sinne eines Vollstreiks entscheiden sollen.
Auslöser ist ein Angebot der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände in der fünften Verhandlungsrunde. Der Marburger Bund bezeichnete das Angebot als „inakzeptabel“. Die Gespräche wurden daraufhin vorzeitig abgebrochen. Das Ergebnis der Urabstimmung will die Ärztegewerkschaft noch vor Weihnachten bekanntgeben.
Der Marburger Bund fordert eine Reform der Schicht- und Wechseldienstregelungen, eine Gehaltserhöhung um 8,5 Prozent sowie finanzielle Verbesserungen bei Bereitschaftsdiensten und Rufbereitschaft. Die VKA bietet eine Gehaltserhöhung in Stufen um 5,5 Prozent, eine Anhebung des Nachtzuschlags von 15 auf 20 Prozent und eine Einmalzahlung von 500 Euro.
Der Tarifvertrag betrifft bundesweit rund 60.000 Ärzte in kommunalen Krankenhäusern. Ausgenommen sind die Vivantes Kliniken in Berlin sowie weitere Kliniken, vor allem in Ostdeutschland, die Haustarifverträge haben.
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