Mecklenburg-Vorpommern verabschiedet ersten Landes-Demenzplan mit zehn Handlungsfeldern

Mecklenburg-Vorpommern reagiert auf über 40.000 Demenzerkrankte im Land mit einem strukturierten Zehn-Punkte-Plan, der Versorgung, Teilhabe und Unterstützung für Betroffene und Angehörige bündelt…

19. August 2026
  • Pflege
  • Politik

Mit einem eigenen Demenzplan reagiert Mecklenburg-Vorpommern auf eine wachsende Versorgungsaufgabe. Sozialministerin Stefanie Drese formuliert das Ziel: Menschen mit Demenz sollen möglichst lange ein eigenständiges Leben führen und selbstverständlich zur Gesellschaft dazugehören. Derzeit sind in dem Bundesland mehr als 40.000 Menschen an Demenz erkrankt, bundesweit rund 1,8 Millionen. Laut Deutscher Alzheimer Gesellschaft könnte diese Zahl bis 2050 auf 2,8 Millionen steigen.

Der Plan knüpft an die Nationale Demenzstrategie von 2020 an, die 160 Maßnahmen zu Teilhabe, Unterstützung, Versorgung und Forschung definiert und auf Erfahrungen aus Bayern, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein und dem Saarland aufbaut. Da Versorgungsstrukturen vor Ort entstehen müssen, spielen Länder und Kommunen in dieser Strategie eine tragende Rolle. Mecklenburg-Vorpommern schließt mit seinem Plan auch an den landeseigenen Pakt für Pflege an.

Der Landes-Demenzplan gliedert sich in zehn Handlungsfelder: Aufklärung und Sensibilisierung, Gesundheitsförderung und Prävention, ganzheitliche Versorgung, Informations- und Beratungsangebote, Unterstützung für Angehörige, Wohnen, kommunale Teilhabe, Netzwerkarbeit, Krankenhausbehandlung sowie Monitoring und Forschung. Konkrete Maßnahmen reichen von Demenzbotschaftern und präventiven Hausbesuchen über Demenz-WGs und technische Assistenzsysteme bis hin zu geriatrischer Frührehabilitation und spezialisierten Krankenhausstationen.

Entwickelt wurde der Plan von Experten aus Gesundheit, Pflege und Forschung. Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen waren in den Prozess einbezogen. Ministerin Drese hebt hervor, der Plan habe einen hohen gesellschaftlichen und praktischen Wert, weil er konkrete Hilfe für Kranke und deren Familien bündele.

Quelle:
rechtsdepesche.de

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