Mediclin Müritz-Klinikum: Verdi sieht Tarifkonflikt nach Krisensitzung ungelöst
Nach drei Warnstreiks bleibt der Tarifkonflikt am Mediclin Müritz-Klinikum ungelöst. Verdi berichtet von Unzufriedenheit, kritisiert die Angebote des Arbeitgebers und hält weitere Streiks für möglich…
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Der Tarifkonflikt am Mediclin Müritz-Klinikum bleibt nach einer internen Versammlung angespannt. Konzern-Geschäftsführung, regionale Leitung und nichtärztliche Beschäftigte kamen in Waren zusammen, nachdem es innerhalb weniger Wochen drei Warnstreiks gegeben hatte. Verdi sieht die Forderung nach einem Tarifvertrag weiter als zentralen Punkt.
Das Unternehmen äußerte sich nicht zu Ergebnissen der etwa zweistündigen Sitzung. Eine Sprecherin verwies auf einen laufenden internen Prozess und erklärte, die Geschäftsführung wolle den Dialog konstruktiv fortführen und tragfähige Lösungen entwickeln.
Verdi-Vertreter Friedrich Gottschewski berichtete dagegen von emotionalen Reaktionen der Beschäftigten. Einige hätten sich „von oben herab“ behandelt gefühlt, andere hätten das Vorgehen als „respektlos“ empfunden. Nach seiner Darstellung wurden vor allem bekannte oder ohnehin fällige Verbesserungen angesprochen, darunter eine Arbeits- und Sozialordnung mit mindestens 30 Tagen Urlaub und einer 38,5-Stunden-Woche. Auch eine Lohnerhöhung und Schichturlaub sollen Thema gewesen sein.
Die Beschäftigten seien damit nach Verdi-Angaben nicht zufrieden. Gottschewski kritisiert, der Monatsbruttolohn bleibe gleich, während die Arbeitszeit leicht sinke. Er wertet dies nicht als echte Lohnerhöhung. Verdi schließt weitere, auch mehrtägige Streiks nicht aus. Die Notfallversorgung müsse dabei gewährleistet bleiben.
Bereits seit Juli 2025 haben die Ärzte des Müritz-Klinikums einen konzernweiten Tarifvertrag der Ärztegewerkschaft Marburger Bund. Die Geschäftsführung plädierte bisher für individuelle, hausinterne Verträge.
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