Millionendefizit zwingt Klinikum Mittelbaden zu hartem Sanierungskurs

Das Klinikum Mittelbaden baut rund 200 Stellen ab, schließt Ende 2026 den Standort Bühl und sucht einen externen Sanierungsgeschäftsführer, um die Millionenverluste zu reduzieren…

2. Oktober 2026
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Der Aufsichtsrat des Klinikums Mittelbaden hat ein Sanierungskonzept beschlossen, das rund 200 Stellen streicht, den Standort Bühl zum Jahresende schließt und eine temporäre Geschäftsführungsposition für Restrukturierung vorsieht.

Das kommunale Klinikum, getragen von der Stadt Baden-Baden und dem Landkreis Rastatt, wies 2024 ein Defizit von 16,75 Millionen Euro aus. Auch für 2025 wird ein erhebliches Defizit erwartet. Das GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz verschärft den finanziellen Druck zusätzlich.

Die bisher in Bühl erbrachten Leistungen werden auf Rastatt und Baden-Baden verteilt. Altersmedizin und ambulantes Operieren in Handchirurgie, HNO, Unfallchirurgie und Urologie wechseln nach Baden-Baden. Schmerz- und Sportmedizin sowie Kardiologie und Angiologie gehen nach Rastatt. Die Klinikimmobilie Bühl soll an die Stadt verkauft werden.

Medizinischer Geschäftsführer Dr. Thomas Iber zieht sich zum 28. Februar 2027 zurück und konzentriert sich auf seine Chefarztposition. Kaufmännischer Geschäftsführer Felix Brenneisen übernimmt weitere Zuständigkeiten. Pflegedirektorin Ute Heinrich unterstützt die Umsetzung. Zusätzlich soll ein medizinischer Beirat gebildet werden.

Der Stellenabbau soll überwiegend durch natürliche Fluktuation und sozialverträgliche Instrumente erfolgen. Betriebsbedingte Kündigungen will das Klinikum auf ein Minimum begrenzen. Mittel aus dem Transformationsfonds sollen beantragt werden.

Quelle:
kma-online.de

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