Millionenhilfe für Klinikstandort Kirchen – langfristige Zukunft ungewiss

Der Kreis Altenkirchen sichert mit einer Millionenhilfe den Fortbestand des Krankenhauses Kirchen. Eine Verlustübernahme und eine Anschubfinanzierung sollen den neuen Träger, die Diakonie in Südwestfalen, stabilisieren. Langfristig soll sich das Krankenhaus selbst tragen – dafür sind Investitionen und Unterstützung vom Land nötig.

19. März 2025
  • Ökonomie


Der Kreis Altenkirchen stellt Millionenbeträge bereit, um den Fortbestand des Krankenhauses Kirchen zu sichern. Der Kreistag bewilligte eine Verlustübernahme für März bis Mai 2025 sowie eine Anschubfinanzierung und laufende Zuschüsse bis Ende 2026. Allein für 2025 sind bis zu zehn Millionen Euro vorgesehen, weitere 5,76 Millionen Euro sollen 2026 folgen.

Hintergrund ist die Insolvenz der DRK-Kliniken in Rheinland-Pfalz, die zur Schließung mehrerer Standorte führte. Der Kreis sieht sich in der Pflicht, die stationäre Versorgung zu sichern. Mit der Diakonie in Südwestfalen wurde ein neuer Träger gefunden, der das Krankenhaus übernimmt. Die Diakonie ist ein großes Gesundheitsnetzwerk mit rund 120 Einrichtungen und 4.000 Mitarbeitern.

Die Kreisverwaltung betont, dass Investitionen notwendig sind, um den Standort langfristig zu stabilisieren. Hier sei vor allem das Land gefordert. Ziel ist, dass sich das Krankenhaus spätestens ab 2027 selbst trägt. Bis dahin sollen weitere Gespräche mit dem Land geführt werden, um zusätzliche Unterstützung zu sichern…

Quelle:

ak-kurier.de


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