Millionenstreit um Klinikverkauf: Salzlandkreis treibt Forderung gegen Ameos ein

Der Salzlandkreis fordert über sechs Millionen Euro von Ameos und hat die Zwangsvollstreckung gestartet. Der Betreiber weist Vorwürfe zurück. Politik warnt vor Folgen für Versorgung und Personal…

29. April 2026
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Der Streit um den Verkauf der Salzlandkliniken hat eine neue Eskalationsstufe erreicht. Der Salzlandkreis fordert mehr als sechs Millionen Euro von Ameos und treibt die Zwangsvollstreckung voran. Der Konflikt belastet die regionale Gesundheitsversorgung und erhöht den politischen Druck.

Konkret verlangt der Landkreis 3,8 Millionen Euro zuzüglich Zinsen. Daraus ergibt sich inzwischen eine Forderung von über sechs Millionen Euro. Mehrere Zahlungsaufforderungen blieben erfolglos. Ameos äußert sich nicht zu den Gründen und verweist auf ein laufendes Verfahren.

Parallel erhebt Ameos schwere Vorwürfe gegen den Landkreis. Das Unternehmen sieht einen Verstoß gegen vertragliche Vertraulichkeits- und Abstimmungsregeln. Eine Sprecherin kündigt persönliche Konsequenzen für Landrat Markus Bauer an. Der Landkreis widerspricht und betont, er habe nur öffentlich zugängliche Informationen zu Gerichtsverfahren genannt.

In der Landespolitik wächst die Sorge um die Versorgung. Politiker befürchten Leistungseinschränkungen oder Personalabwanderung in den betroffenen Kliniken in Aschersleben, Bernburg und Schönebeck. Ein Sicherstellungszuschlag für die Geburtshilfe in Aschersleben bleibt umstritten. Krankenkassen klagen gegen den Bescheid.

Ein neuer Vermittlungsversuch läuft. Beide Seiten zeigen Gesprächsbereitschaft. Der Landkreis hält jedoch an der Forderung fest und sieht rechtlich keine Möglichkeit zur Stundung.

Quelle:
kma-online.de

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