Ministerin Stolz setzt auf klare Kriterien und Tempo bei der Krankenhausreform

Hessens Gesundheitsministerin Diana Stolz verteidigt die Krankenhausreform. Klare Qualitätskriterien, definierte Wegezeiten und gezielte Spezialisierung sollen die Versorgung sichern…

12. Februar 2026
  • Politik

Hessens Gesundheitsministerin Diana Stolz weist die Kritik zurück, die Krankenhausreform werde durch Insolvenzen faktisch erledigt. Sie sieht das Land auf Kurs. Hessen habe früh eine Datengrundlage aufgebaut, das Krankenhausgesetz angepasst und einen neuen Krankenhausplan beschlossen. Dieser überführt die Bundesvorgaben in konkrete Strukturen vor Ort.

Maßgeblich sind feste Qualitätskriterien und verbindliche Wegezeiten. Für die Geburtshilfe gilt maximal 40 Minuten Fahrzeit im Regelfall, 30 Minuten im Notfall per Rettungsdienst. Die Planung stützt sich auf aktuelle Auswertungen zur Bevölkerungs- und Leistungsentwicklung.

Strukturen sollen sich stärker spezialisieren. Nicht jeder Standort soll jede Leistung anbieten. Leistungsgruppen werden nach klaren Vorgaben zugewiesen und Kooperationen zwischen Häusern sind Teil der Auswahlkriterien.

Mittel aus dem Transformationsfonds fließen ausschließlich in echte Umstrukturierungen. Land und Bund prüfen die Anträge getrennt. Stolz betont, dass am Ende eine verlässliche stationäre Versorgung stehen müsse, erreichbar im Notfall und planbar bei spezialisierten Angeboten.

Quelle:
fr.de

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