Missbrauchsverdacht im Maßregelvollzug Brandenburg: Ministerium entlässt ärztliche Leitung fristlos
Nach dem Verdacht auf schweren sexuellen Missbrauch eines Kindes im Maßregelvollzug Brandenburg hat das Gesundheitsministerium die ärztliche Leitung fristlos entlassen. Die Staatsanwaltschaft Potsdam ermittelt, zentrale Fragen bleiben offen…
- Politik
Im Maßregelvollzug Brandenburg an der Havel steht der Verdacht auf schweren sexuellen Missbrauch eines Kindes im Raum. Das Gesundheitsministerium Brandenburg reagierte darauf und entließ die ärztliche Leitung der Klinik mit sofortiger Wirkung. Die Staatsanwaltschaft Potsdam ermittelt.
Nach Angaben des Ministeriums meldeten die Einrichtung und das Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit den Vorfall am 3. November 2025. Das Landesamt leitete danach gemeinsam mit dem Ministerium Schritte zur Aufklärung ein. Am 4. November und am 6. November fanden anlassbezogene Prüfungen in der gesicherten Einrichtung statt. Am 10. November erstattete das Ministerium Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Potsdam.
Die Staatsanwaltschaft sprach von Ermittlungen wegen des Tatvorwurfs des schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern. Unklar bleibt, wie das Kind in den Maßregelvollzug gelangte. Offen ist auch, gegen wen sich die Ermittlungen richten. Nach einem Bericht der Potsdamer Neuesten Nachrichten soll sich der Vorfall bereits mehrere Monate vor der Meldung an die Behörden ereignet haben.
Die Klinik für forensische Psychiatrie des Asklepios-Fachklinikums Brandenburg verfügt laut Ministerium derzeit über 131 Plätze. Eine weitere Maßregelvollzugsklinik des Landes steht in Eberswalde. Im Maßregelvollzug werden Straftäter untergebracht, die wegen psychischer Erkrankungen, Intelligenzminderung oder Suchterkrankung nicht oder nur vermindert schuldfähig sind.
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