Münchenstift bietet ab 1. Juni freiwillige Vier-Tage-Woche für alle Bereiche an
Nach einem erfolgreichen Test in der Pflege will das Münchenstift ab 1. Juni eine freiwillige Vier-Tage-Woche in allen Bereichen anbieten. Laut Geschäftsführer Andreas Lackner stiegen Zufriedenheit und Arbeitgeberattraktivität…
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Das Münchenstift will ab 1. Juni eine freiwillige Vier-Tage-Woche für alle Bereiche anbieten. Der größte Anbieter von Pflege- und Wohnangeboten für Seniorinnen und Senioren in München reagiert damit auf den Druck im Fachkräftemarkt. Geschäftsführer Andreas Lackner sagt, der Test in der Pflege habe gezeigt, dass das Modell im Alltag funktionieren kann.
Das Unternehmen verteilt die bisherige Arbeitszeit auf vier statt fünf Tage. Die tägliche Arbeitszeit steigt damit von acht auf 9,75 Stunden. Nach Lackners Darstellung bleibt das Gehalt fast gleich. In der Pilotphase testete Münchenstift das Modell in jedem seiner neun Häuser in einem Wohnbereich. Dort sank laut Lackner die Krankheitsquote, gleichzeitig stieg die Zufriedenheit der Mitarbeitenden.
Münchenstift will mit dem Modell Beschäftigte halten und neue Fachkräfte gewinnen. Das Angebot gilt auch für Verwaltung und Backoffice. Niemand muss wechseln, das bisherige Fünf-Tage-Modell bleibt bestehen. Vorgesetzte dürfen Anträge aber begründet ablehnen, etwa bei kleinen Teams oder in angespannten Phasen durch Krankheit und Urlaub. Die Versorgung der Bewohnerinnen und Bewohner hat Vorrang.
Lackner nennt auch Grenzen. Längere Arbeitstage passen nicht für alle, etwa für junge Familien oder ältere Mitarbeitende. Beschäftigte sollen das Modell erproben und auch wieder verlassen können, sich aber mindestens für zwei Monate festlegen. Für die Bewohnerinnen und Bewohner sieht Lackner mögliche Vorteile durch weniger Wechsel in der Betreuung und längere Überschneidungen der Schichten.
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