Nach Scheitern des „Essener Modells“ planen die KEM die Zusammenlegung auf zwei Standorte

Die Evangelischen Kliniken Essen-Mitte wollen ihr Krankenhaus in Werden schließen, die Abteilungen auf die Standorte Huttrop und Steele verlagern und verhandeln parallel über Kooperationen…

8. Oktober 2026
  • Ökonomie

Die Evangelischen Kliniken Essen-Mitte (KEM) planen die Schließung ihres kleinsten Standorts in Essen-Werden. Die Abteilungen sollen auf das Huyssensstift in Huttrop und das Krankenhaus Steele verteilt werden. Geschäftsführer Hans-Dieter Weigardt begründet den Schritt mit zu wenigen Betten und dauerhaft zu hohen Fixkosten.

Konkret sollen Psychiatrie, Geriatrie und Naturheilkunde nach Steele wandern, Rheumatologie, Hämatologie und Augenklinik ins Huyssensstift. Die Psychiatrie zieht im Gegenzug vom Huyssensstift nach Steele. In Huttrop hat der Träger bereits zusätzliche Flächen erworben. Für die Umstrukturierung sind Fördermittel beantragt, unter anderem aus dem Transformationsfonds. Weigardt rechnet mit einer Bewilligung spätestens 2027.

Finanziell stehen die KEM derzeit stabil. Bei einem Umsatz von über 300 Millionen Euro war das Ergebnis 2025 leicht positiv, auch für 2026 wird ein positiver Abschluss erwartet. Ab 2027 befürchtet die Klinikleitung jedoch Einbußen in Millionenhöhe durch die Krankenhausreform und das GKV-Stabilisierungsgesetz.

Die rund 2.800 Beschäftigten haben eine Arbeitsplatzgarantie, aber keine Standortgarantie. Parallel führen die KEM Gespräche mit möglichen Partnern, darunter die Universitätsmedizin Essen. Der 2023 geplante konfessionsübergreifende Verbund mit Contilia und dem Alfried Krupp Krankenhaus war im Oktober 2024 gescheitert.

Quelle:
kma-online.de

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