Nach Tod auf Kliniktoilette: BKH Landshut verpflichtet Reinigungsdienst zu täglichen Kontrollen
Im BKH Landshut wurde ein seit dem 17. Juni vermisster 67-jähriger Patient 4 Tage später tot auf einer Toilette entdeckt. Die Klinik verschärft seitdem Such- und Reinigungsroutinen…
- QM
Im Bezirkskrankenhaus Landshut wurde ein 67-jähriger Patient, der seit dem 17. Juni vermisst worden war, am 21. Juni tot auf einer Toilette aufgefunden. Hinweise auf Fremd- oder Gewalteinwirkung lagen laut Polizei nicht vor. Die Fahndungsmeldung wurde mit dem Fund zurückgezogen.
Der Patient hatte laut einer Sprecherin des Bezirks Niederbayern als Krankenhausträger die offene Station verlassen, vermutlich um an einem Gruppenangebot teilzunehmen. Als er mittags nicht zurückkehrte, begann das Personal zu suchen und verständigte kurz darauf die Polizei. Warum der Mann nicht früher entdeckt wurde, blieb ungeklärt.
Als direkte Konsequenz vereinbarte das BKH mit dem Reinigungsdienstleister, verschlossene Toiletten innerhalb einer Schicht mehrfach anzugehen und das Krankenhaus zu informieren, damit über eine Raumöffnung entschieden werden kann. Das Reinigungsintervall dieser Toiletten wurde von zweimal wöchentlich auf täglich erhöht.
Das BKH Landshut steht nach eigenen Angaben im Austausch mit anderen Gesundheitseinrichtungen. Vergleichbare Vorfälle habe es bisher nicht gegeben.
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