Nach zwei Jahren Vorbereitung dokumentiert das UKL Behandlungen digital mit M-KIS

Das Universitätsklinikum Leipzig hat zum 1. Oktober 2026 sein gesamtes Krankenhausinformationssystem durch M-KIS der Meierhofer AG ersetzt und erfasst Informationen digital und bündelt sie zentral…

19. Oktober 2026
  • Data und KI
  • Digitale Klinik

Das UKL bündelt Informationen, die teils auf Papier dokumentiert wurden, nun im zentralen digitalen System M-KIS der Meierhofer AG und schafft die Grundlage für weitere digitale Vernetzung.

Die Umstellung war erforderlich, weil Oracle das bisherige System i.s.h.med mittelfristig nicht weiter unterstützt. Das UKL verband sie mit der Digitalisierung noch papiergebundener Prozesse. Der Fokus lag auf einem System, das dem Klinikum für viele Jahre Investitionssicherheit ermöglicht.

Dr. Martin Neef als Vertreter des Projektteams und Prof. Christoph Josten, Medizinischer Vorstand, drückten am 1. Oktober den Start-Buzzer. Die Vorbereitung dauerte zwei Jahre, Multiplikatoren und Schulungen begleiteten die Beschäftigten. Rund 6.000 Mitarbeiter arbeiten seitdem in Stationen, Ambulanzen, OP-Sälen und zentralen Diensten mit der Plattform.

In den ersten Tagen begleiteten über 100 zusätzliche Fachleute die Teams rund um die Uhr. Floorwalker halfen vor Ort, Fehler sofort zu erkennen und zu beseitigen. Josten betont, dass die Patientensicherheit jederzeit gewährleistet war und ist.

Zentrales Arbeitsinstrument ist eine neu entwickelte digitale Patientenkurve, in der ambulante und stationäre Behandlungsprozesse zusammenlaufen. Der Medikationsprozess gilt derzeit als sicherster Weg für die Arzneimitteltherapie und schafft die Grundlage für das Closed Loop Medication Management als nächsten Schritt.

Die zentralen Funktionen liefen weitgehend stabil und planmäßig. Dr. Robert Jacob, Kaufmännischer Vorstand, nennt Probleme bei Subsystemen und bei der Umgewöhnung an neue Oberflächen. Josten bittet um Verständnis für vorübergehend längere Wartezeiten und Verzögerungen.

In der zweiten Woche kehrte das UKL im OP-Programm und in den Ambulanzen in den Regelbetrieb zurück. Jacob sieht die Plattform als Grundlage, um die Potenziale von Digitalisierung und KI zu nutzen.

Quelle:
healthcare-in-europe.com

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