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Nachhaltige Geldanlagen in Krisenzeiten: Prof. Klein im Interview

Der Podcast „Ermutigende Blickwinkel“ bietet spannende Interviews, abwechslungsreiche Berichte und ehrliche Erlebnisreportagen zu zentralen Themen aus Kirche, Gesundheits- und Sozialwirtschaft. 

30. Mai 2025
  • Ökonomie


Prof. Dr. Christian Klein gibt eine Einschätzung zu den Entwicklungen der nachhaltigen Geldanlage im Spannungsfeld zwischen Klimawandel und geopolitischen Konflikten.

Prof. Dr. Christian Klein ist Professor für Sustainable Finance an der Universität Kassel, Mitbegründer der Wissenschaftsplattform Sustainable Finance Deutschland und Mitglied in mehreren wissenschaftlichen Beiräten. Im Interview mit der Evangelischen Bank (EB) gibt er eine Einschätzung zur Entwicklung der nachhaltigen Geldanlage in bewegten Zeiten.

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Prof. Dr. Klein, Sie beschäftigen sich seit nunmehr 15 Jahren mit dem Thema nachhaltige Geldanlage. Wie sehen Sie die Entwicklung der nachhaltigen Geldanlage – jetzt und in Zukunft?

In Deutschland hat das Wachstum der nachhaltigen Geldanlage abgenommen. Auch hier gilt das viel bemühte Wort „Zeitenwende“. Russlands Angriffskrieg auf die Ukraine hat auch an dieser Stelle Auswirkungen: Das Thema Nachhaltigkeit scheint bei steigender Inflation in den Hintergrund gerückt zu sein, während Öl- und Rüstungsinvestitionen hohe Gewinne einbringen. Viele Anlegerinnen und Anleger haben das Gefühl, auf Rendite verzichten zu müssen, was bei einigen die Begeisterung für Nachhaltigkeit mindert. Zusammenfassend haben wir in Deutschland aber immer noch Wachstum bei nachhaltigen Geldanlagen, nur weniger als in den Jahren zuvor.

In den USA ist es ganz anders, da wird tatsächlich Geld aus nachhaltigen Geldanlagen abgezogen. Das liegt unter anderem an der Regierung Donald Trumps, die Druck ausübt. Das Thema Nachhaltigkeit ist verpönt und wer da rein investiert, wird bestraft. Als Folge ziehen sich viele Banken oder Geldanleger zurück.

Meine Einschätzung zur weltweiten Entwicklung: Wir werden irgendwann auf der Erde schmerzlich merken, dass der Klimawandel real ist. Wenn durch Naturkatastrophen und Hitze Menschen sterben und gigantische finanzielle Schäden entstehen, die Versicherungen gar nicht mehr bezahlen können, werden wir realisieren, dass es ökonomisch sinnvoll ist, den Klimawandel einzugrenzen. Was aktuell fehlt, ist die Erkenntnis, dass nachhaltige Geldanlagen auch Risikomanagement sind.

EB: Was wünschen Sie sich für die Entwicklung der nachhaltigen Geldanlage?

Prof. Klein: Mir liegt sehr am Herzen, dass Nachhaltigkeit vor allem ein Prozess ist, bei dem jeder Schritt, ob groß oder klein, ein Schritt in die richtige Richtung ist. Ich denke, wir sollten uns locker machen und vor allem einfach mal anfangen.

Das ganze Interview können Sie im Podcast „Ermutigende Blickwinkel“ der Evangelischen Bank hören – auf allen gängigen Podcast-Plattformen und unter www.eb.de/podcast.

Jetzt reinhören: 
https://www.eb.de/nachhaltigkeit/podcast.html?etcc_med=paid&etcc_cmp=podcast2_20250519&etcc_par=medinfoweb&etcc_plc=adv_on

Quelle:

Evangelische Bank


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