Nationale Versorgungsleitlinien gehen unter neuer Leitung weiter
Nach dem Aus des ÄZQ übernehmen AWMF und Zi das NVL-Programm. Strukturen und Finanzierung stehen und die Arbeit läuft wieder an…
- Allgemein
Die Nationalen Versorgungsleitlinien (NVL) werden fortgeführt. Nachdem das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ) Ende 2024 geschlossen wurde, hatten Fachgesellschaften und Ärztevertretungen nach einer Lösung gesucht. Nun haben die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) und das Zentralinstitut für die Kassenärztliche Versorgung (Zi) die Verantwortung übernommen. Sie tragen die Kosten gemeinsam und haben Redaktion und Organisation neu aufgestellt. Ein Fachbereich im Zi und das Institut für Medizinisches Wissensmanagement der AWMF koordinieren künftig das Programm. Bundesärztekammer und Kassenärztliche Bundesvereinigung bleiben Mitförderer und Schirmherren.
Die Gremien des NVL-Programms haben ihre Arbeit bereits wieder aufgenommen. In den kommenden Wochen sollen die Leitliniengruppen neu zusammengesetzt werden, um den Aktualisierungsbedarf aller bestehenden Leitlinien zu prüfen und zu priorisieren. Ein Steuerungsausschuss wird die Arbeitsprozesse festlegen und die jährliche Überarbeitung der Leitlinien steuern. Ein wissenschaftlicher Beirat soll darüber wachen, dass methodische Standards und neue wissenschaftliche Entwicklungen berücksichtigt werden. Ziel ist es, das NVL-Programm dauerhaft stabil und transparent fortzuführen.
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