Pressemeldung

Nebelkerze und Provokation – ver.di kritisiert Erpressungsversuch der Vivantes-Geschäftsführung

Die Gewerkschaft ver.di in Berlin-Brandenburg kritisiert den Erpressungsversuch der Vivantes-Geschäftsführung in den laufenden Tarifverhandlungen zur Beendigung der Zwei-Klassen-Belegschaft im Vivantes-Konzern…

23. April 2026
  • Personal
  • Ökonomie

Mit einer Pressemitteilung vom 20. April 2026 kündigt Vivantes an, alle bisherigen Tarifangebote in der laufenden Tarifrunde mit den Vivantes Tochtergesellschaften zurückzuziehen. Ein entsprechendes Schreiben ist bei ver.di eingegangen.

Dieser Eskalationsschritt wird von Vivantes mit den erwarteten Mindereinnahmen durch die das von Gesundheitsministerin Warken angekündigte Gesetz zur Beitraggsstabilisierung der gesetzlichen Krankenkassen begründet. Die dazu von Vivantes propagierten Zahlen sind jedoch nicht im Ansatz nachvollziehbar. Auch werden in der öffentlichen Kommunikation von Vivantes verschiedene Finanzierungsstränge der Krankenhäuser in unzulässiger Art und Weise miteinander vermengt.

Hier wird ein durchschaubares Spiel auf Kosten der Tochter-Beschäftigten gespielt. Die Vivantes-Geschäftsführung schiebt nun die bundesweiten Entwicklungen vor, um die Vereinbarung aus dem Koalitionsvertrag zur Rückführung nicht umsetzen zu müssen. Mit ihren Horrorzahlen will sie erkennbar in die heute beginnende Klausur der Koalitionsspitzen intervenieren. Während für den landeseigenen Konzern Verabredungen der Berliner Landesregierung nichts wert sind, wird mit Verweis auf bundesweite Entwicklungen die laufende Verhandlung abgebrochen. Die Beschäftigten werden sich das nicht bieten lassen. Der Eigentümer von Vivantes – das Land Berlin – muss jetzt zeigen, wer in dieser Stadt das Sagen hat“, erklärt die ver.di-Verhandlungsführerin Jana Seppelt.

Unabhängig von der versuchten Instrumentalisierung des Gesetzentwurfs durch die Vivantes-Geschäftsführung zeigen die aktuellen Entwicklungen aber auch die katastrophalen Folgen der aktuellen Gesundheitspolitik.

Die Niedriglohnbeschäftigten bei Vivantes drohen hier die ersten Opfer der geplanten Gesundheitsreform zu werden. Die vorgeschlagenen Einsparungen werden sich massiv zulasten der Tarifbeschäftigten, ohne die kein Krankenhaus funktioniert, auswirken. Wir erleben gerade auf allen politischen Ebenen eine verantwortungslose Politik zulasten derer, die dieses Land am Laufen halten. Alle politisch Verantwortlichen müssen sich jetzt dieser Politik der Spaltung entgegenstellen. Dieses Gesetz darf so nicht kommen. Wer für dieses Gesetz die Hand hebt, hat seinen Kredit bei den Gesundheitsbeschäftigten verspielt“, erklärt Seppelt abschließend.

Quelle:
verdi.de

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