Neue Hybrid-DRG erhöhen Spielräume, schaffen aber ökonomische Konflikte
Hybrid-DRG wachsen deutlich. Jan Henniger erklärt Chancen, Grenzen und offene Konflikte für die chirurgische Praxis…
- Ökonomie
2026 steigt die Zahl der Hybrid-DRG auf 69. Damit können 904 OPS-Codes ambulant vergütet werden. Dazu zählen Appendektomien, Cholezystektomien und kardiologische Eingriffe. Im Podcast erläutert der Vorsitzende des Berufsverbands der Niedergelassenen Chirurgen Jan Henniger, wie wichtig diese Vergütungsform für seine Praxis ist. Er beschreibt die Zusammenarbeit mit einer Klinik, die Nutzung eines OP-Saals und die nötige Abstimmung zwischen Anästhesie und Chirurgie bei der Honorarverteilung. Henniger betont, dass Hybrid-DRG eine spürbare Verbesserung bringen müssen. Einige Fuß-Operationen seien nach der Umstellung kaum noch wirtschaftlich durchführbar, da Implantate die Erlöse vollständig aufzehren können. Er erwartet steigende Fallzahlen, weil neue Fachgruppen Zugang zur sektorengleichen Vergütung erhalten. Gleichzeitig bleibe die Wahl eines hybriden Settings bei akuten Fällen wie einer Blinddarmentzündung schwierig. Henniger bewertet zudem die Pläne zur Annäherung der Honorierung an die ambulanten Operationen kritisch und fordert klare ökonomische Rahmenbedingungen.
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