Neue S3-Leitlinie bündelt aktuelle Empfehlungen zu pertrochantären Oberschenkelfrakturen
Eine neue S3-Leitlinie zu pertrochantären Oberschenkelfrakturen aktualisiert die seit 2019 abgelaufene S2e-Leitlinie. Sie bündelt aktuelle Empfehlungen für Versorgung, Operation und Nachbehandlung, vor allem bei älteren Patienten…
- QM
Die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie und weitere Fachgesellschaften haben eine neue S3-Leitlinie zu pertrochantären Oberschenkelfrakturen vorgestellt. Sie ersetzt die seit 2019 abgelaufene S2e-Leitlinie und bündelt aktuelle Empfehlungen für Diagnostik, Therapie und Nachbehandlung. Die Leitlinie ist vor allem für die Versorgung älterer Patienten relevant, die besonders häufig von diesen hüftgelenksnahen Oberschenkelbrüchen betroffen sind.
Der Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss hat die Leitlinienarbeit gefördert. Die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften will die Leitlinie in Kürze veröffentlichen. Über den Ergebnisbericht des Innovationsfonds-Projekts ist sie bereits jetzt zugänglich.
Im ersten Kapitel greift die Leitlinie aktuelle Entwicklungen auf. Dazu zählen die Analgesie mit peripherem Nervenblock sowie die besondere Vulnerabilität der Patienten. Die Leitliniengruppe empfiehlt auch, wenn möglich eine Vertrauensperson einzubinden.
Das zweite Kapitel beschreibt die klinische Versorgung von der Diagnostik über die Therapie bis zur stationären Nachbehandlung. Die Empfehlungen behandeln den Einsatz bildgebender Verfahren, die Wahl der geeigneten Therapie, operative Stabilisierungsverfahren je nach Frakturtyp sowie die Belastungsfähigkeit des operierten Beines. Zentrale Fragen sind auch der OP-Zeitpunkt und der Umgang mit antikoagulierten Patienten.
Besonderes Gewicht legt die Leitliniengruppe auf das gemeinsame Management durch Orthopädie und Geriatrie. Zum Abschluss formuliert sie Empfehlungen zur akutstationären Nachbehandlung, zu Rehabilitationszielen, früher Mobilisation, Entlassmanagement und spezifischen therapeutischen Interventionen.
Gebündelt, stets aktuell und immer handverlesen werden alle Neuigkeiten gesammelt und anwenderbezogen aufbereitet.