Neuer AMTS-Aktionsplan setzt auf digitale Prozesse und neue Teammodelle
Das Bundesgesundheitsministerium legt einen Entwurf für den neuen AMTS-Aktionsplan 2026 bis 2029 vor. Digitalisierung und neue Kooperationsmodelle stehen im Fokus…
- Politik
- QM
Das Bundesgesundheitsministerium hat einen Entwurf für einen neuen Aktionsplan zur Arzneimitteltherapiesicherheit für die Jahre 2026 bis 2029 vorgelegt. Das Papier liegt bislang nur Verbänden und Ressorts vor. Eine offizielle Veröffentlichung durch das Ministerium liegt bislang nicht vor.
Der Entwurf knüpft an frühere AMTS-Aktionspläne an, die seit 2007 regelmäßig fortgeschrieben werden. Ziel bleibt, Medikationsfehler zu reduzieren und Risiken für Patientinnen und Patienten zu senken. Der vorherige AMTS Plan lief von 2021 bis 2024.
Inhaltlich setzt der neue Entwurf stark auf digitale Instrumente. Vorgesehen ist eine konsequente Nutzung der elektronischen Patientenakte und des E-Rezepts, um Medikationsdaten übersichtlich zusammenzuführen. Das soll insbesondere bei Mehrfachverordnungen helfen und Ärztinnen und Ärzte sowie Apothekerinnen und Apotheker bei der Risikoerkennung unterstützen.
Zusätzlich prüft das Ministerium den Einsatz künstlicher Intelligenz zur Analyse von Medikationsdaten. Parallel plant das Papier sogenannte AMTS-Stewardships. Diese interprofessionellen Teams sollen Einrichtungen wie Krankenhäuser und Pflegeheime dabei unterstützen, Arzneimitteltherapiesicherheit systematisch zu verankern.
Erstmals soll auch die Wirksamkeit der Maßnahmen überprüft werden. Ein Expertengremium soll Kriterien entwickeln, um den Erfolg künftiger Aktionspläne anhand von Gesundheitsdaten messbar zu machen. Hintergrund sind jährlich mehr als 250.000 Krankenhausaufnahmen infolge von Medikationsfehlern.
Gebündelt, stets aktuell und immer handverlesen werden alle Neuigkeiten gesammelt und anwenderbezogen aufbereitet.