Neues Modell der LVR-Klinik rückt Lebensrealität psychisch erkrankter Menschen in den Fokus

Mit MentivO stellt die LVR-Klinik ihre psychiatrische Versorgung neu auf. Flexible Behandlungsformen sollen mehr Menschen erreichen und besser unterstützen…

9. Februar 2026
  • QM

Die LVR-Klinik Mönchengladbach arbeitet seit Januar 2026 mit dem neuen Versorgungsmodell MentivO. Nach rund drei Jahren Vorbereitung ersetzt das Modell starre Behandlungswege durch individuell zugeschnittene Angebote. Patientinnen und Patienten erhalten psychiatrische und psychotherapeutische Hilfe dort, wo sie diese benötigen. Das Spektrum reicht von ambulanter Behandlung über tagesklinische Angebote bis hin zu stationärer Versorgung und aufsuchender Betreuung im häuslichen Umfeld.

MentivO nutzt die gesetzlichen Möglichkeiten nach Paragraph 64b Sozialgesetzbuch V. Das Modell erlaubt eine sektorenübergreifende Versorgung mit einem Gesamtbudget. Die Klinik kann Behandlungsintensität und -form flexibel steuern und auch Nachsorge gezielt einbinden. Erste Erfahrungen zeigen, dass insbesondere Menschen mit Angststörungen, Demenz oder sozialen Barrieren besser erreicht werden.

Die Klinik versorgt in Mönchengladbach rund 3.500 Patientinnen und Patienten pro Jahr. Die Verantwortlichen sehen den Bedarf deutlich höher. Neben einer verbesserten Versorgung erhofft sich die Klinik eine höhere Attraktivität als Arbeitgeber. Das Modell läuft zunächst acht Jahre und wird wissenschaftlich begleitet.

Quelle:
extra-tipp-am-sonntag.de

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