Neurologen warnen vor Engpass: Rehakliniken verlieren Neuro-Frühreha-Aufträge
Die geplante Krankenhausreform in NRW könnte zu einer drastischen Reduzierung der verfügbaren Plätze für Neuro-Frührehabilitation führen, da Rehakliniken von der Behandlung ausgeschlossen werden und die Versorgungslast auf Krankenhäuser verlagert wird.
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Die geplante Krankenhausreform in Nordrhein-Westfalen sorgt für Besorgnis bei Fachleuten und Betroffenen: Rehakliniken sollen zukünftig nicht mehr für die Neuro-Frührehabilitation von Schlaganfallpatienten zuständig sein, sondern ausschließlich Akutkrankenhäuser. Dies könnte zu einer erheblichen Unterversorgung führen, insbesondere in ländlichen Regionen wie der Eifel oder dem Sauerland. Der Sprecher der Landesarbeitsgemeinschaft Neurorehabilitation, Christoph Schäfer, warnt, dass weniger als die Hälfte der bisherigen Behandlungsanfragen genehmigt wird, was viele Patienten ohne dringend benötigte Rehabilitation zurücklassen könnte. Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann begründet die Entscheidung mit der Einbindung der Akutmedizin und verweist auf finanzielle Überlegungen. Betroffene, wie die Selbsthilfegruppe „Wachkoma Angehörigen-Selbsthilfe NRW“, sammeln nun Unterschriften, um eine Petition zur Ausweitung der Neuro-Frühreha auf Rehakliniken im Landtag einzureichen…
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