Neuroradiologie in Leipzig zieht positives Zwischenfazit zum KI-Einsatz

Am Universitätsklinikum Leipzig verkürzt KI die MRT-Zeiten deutlich und steigert die Bildqualität. Erste Erfahrungen nach sechs Monaten fallen positiv aus…

23. Januar 2026
  • Data und KI

Das Institut für Neuroradiologie am Universitätsklinikum Leipzig bewertet den Einsatz eines zertifizierten KI-Systems in der Magnetresonanztomografie positiv. Sechs Monate nach der Einführung zeigen sich klare Effekte in der Praxis. Die Kombination aus neuer Hard- und Software verbessert die räumliche Auflösung der MRT-Bilder und verkürzt die Untersuchungsdauer um bis zu 65 Prozent.

Nach Angaben von Cordula Scherlach, geschäftsführende Oberärztin des Instituts, ergibt sich je Untersuchung ein Zeitgewinn von bis zu 15 Minuten. Das entlastet Patientinnen und Patienten, da die Liegezeiten im MRT deutlich sinken. Gleichzeitig kann das Institut mehr Untersuchungen bei gleichbleibend hohem Qualitätsniveau durchführen.

Institutsdirektor Karl-Titus Hoffmann betont, dass die KI keine Befundung übernimmt. Ihr Nutzen liegt in schnelleren Abläufen und einer höheren Bildqualität. Dadurch lassen sich neurologische Erkrankungen wie Schlaganfälle, Multiple Sklerose oder Hirntumore früher erkennen und zeitnah behandeln. Der KI-Einsatz ist Teil der langfristigen Digitalisierungsstrategie des Klinikums.

Quelle:
aerzteblatt.de

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