Niedersachsen prüft 2400 Anträge auf Leistungsgruppen, Entscheidung für Ende September 2027 angekündigt
Niedersachsen prüft noch 2400 Anträge auf Leistungsgruppen, die Entscheidung fällt laut Ministerium Ende September 2027. Das Klinikum Hann. Münden will seine beantragten Leistungsgruppen bis dahin nicht veröffentlichen…
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Welche Behandlungen das Klinikum Hann. Münden künftig anbieten darf, entscheidet sich mit den Leistungsgruppen Ende September 2027.
Künftig sollen nicht mehr alle Krankenhäuser sämtliche Behandlungen anbieten. Kliniken sollen sich stärker spezialisieren und Leistungen an ausgewählten Standorten konzentrieren. Ziel ist eine bessere Behandlungsqualität und eine langfristig gesicherte Versorgung. Sektorenübergreifende Versorgungseinrichtungen könnten eine wichtige Rolle spielen.
Hessen hat bereits vorläufig festgelegt, welche Leistungen seine Krankenhäuser anbieten dürfen. In Niedersachsen prüft das Ministerium 2400 neue und geänderte Anträge aus der zweiten Antragsrunde im Juni 2026. Es gleicht sie mit Gutachten des Medizinischen Dienstes ab und erstellt bei Bedarf ergänzende Gutachten.
Die Veröffentlichung erfolgt nach Beschluss des Planungsausschusses und Beteiligung des Landtags, der öffentlich berät. Grundsätzlich sei davon auszugehen, dass Kompetenzen umverteilt und an bestimmten Standorten gebündelt werden. Drei neue Zentralkliniken, die mehrere Krankenhausstandorte zusammenführen, entstehen in Niedersachsen bereits.
Die Geschäftsführung hält das aktuelle Leistungsportfolio für eine solide Grundlage für eine wohnortnahe und bedarfsgerechte Versorgung. Die dafür erforderlichen Leistungsgruppen seien beantragt. Welche das sind, nennt sie bis zur Entscheidung des Ministeriums nicht.
Im August wiesen Geschäftsführer Roman Lovenfosse und der Ärztliche Direktor Jens Küster auf Unsicherheiten durch die Reform hin. Küster erläuterte am hypothetischen Beispiel Urologie, dass vorgeschriebene Mindestzahlen bei bestimmten Eingriffen künftig über das Angebot entscheiden könnten. Lovenfosse blickt grundsätzlich optimistisch auf die Reform, verweist aber auf fehlende Planungssicherheit.
Das Klinikum setzt auf Kooperationen, insbesondere mit der Universitätsmedizin Göttingen (UMG). Geriatrie und gefäßmedizinisches Zentrum betreibt es in Zusammenarbeit mit der UMG. Die Nierentransplantationen wurden Anfang 2025 vollständig nach Göttingen verlagert.
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