Notfallreform: BKK Dachverband setzt auf einheitliche Standards statt Doppelstrukturen
Der BKK Dachverband begrüßt die parlamentarische Beratung der Notfallreform, mahnt aber einheitliche Ersteinschätzungsstandards und wirtschaftliche Strukturen an…
- Politik
Mit der ersten Lesung der Notfallreform im Bundestag sieht der BKK Dachverband die Chance, jahrelange Strukturprobleme in der Notfallversorgung zu beheben. Vorständin Anne-Kathrin Klemm begrüßt das Reformpaket, knüpft die Bewertung des Erfolgs aber an konkrete Bedingungen.
Als zentrales Kriterium nennt Klemm eine bundesweit einheitliche, standardisierte Ersteinschätzung über alle Zugangswege hinweg. Nur wenn Akutleitstellen, Integrierte Notfallzentren und weitere Anlaufstellen nach denselben Standards arbeiten, könnten Notaufnahmen und Rettungsdienst wirksam entlastet werden.
Positiv bewertet der Verband, dass der Gesetzentwurf die Bereiche Rettungsdienst, Akutversorgung und digitale Prozesse stärker miteinander verknüpft. Gleichzeitig warnt Klemm vor Doppelstrukturen und ungesteuerten Mehrkosten. Angesichts der angespannten Finanzlage der gesetzlichen Krankenversicherung und der hohen Belastung der Beitragszahlenden müssten neue Strukturen transparent, zweckgebunden und wirtschaftlich gestaltet werden.
Der Gesetzgeber habe jetzt die Möglichkeit, die Notfallversorgung mit einheitlichen digitalen Standards und klaren Zuständigkeiten finanziell solide auszurichten und die Patientenversorgung zu verbessern.
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