Klimaanlage als Lebensretter: NRW-Landtag debattiert nach tödlicher Hitzewelle
SPD und FDP fordern im NRW-Landtag ein Förderprogramm für Klimaanlagen in Kitas, Schulen, Krankenhäusern und Pflegeheimen, als Konsequenz aus einer Hitzewelle mit vielen Toten…
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Nach einer Hitzewelle mit zahlreichen Todesfällen hat die NRW-Opposition im Landtag konkretes Handeln der Landesregierung eingefordert. SPD-Fraktionschef Jochen Ott verlangte ein Förderprogramm für Klimaanlagen in Kitas, Schulen, Krankenhäusern und Pflegeheimen. Klimaanlagen seien keine Stromfresser, sondern Lebensretter. Die bisherige Fixierung auf Energiesparmaßnahmen bezeichnete Ott als Fehler. Zusätzlich müsse das Land Städte und Gemeinden bei Entsiegelung, Begrünung und Verschattung stärker unterstützen.
Auch die FDP sprach sich für die Ausstattung relevanter Einrichtungen mit Klimaanlagen aus. FDP-Politikerin Susanne Schneider kritisierte die Koalitionsfraktionen CDU und Grüne, die neun Prüfanträge vorgelegt hatten, deutlich. Die Bevölkerung brauche keine Prüfinstanz, sondern eine handlungsfähige Landesregierung.
Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) kündigte ein Konzept zur Förderung der Klimatisierung in Einrichtungen der Langzeitpflege und vergleichbaren Wohnformen an. Für Krankenhäuser sieht er NRW bereits gut aufgestellt. Geprüft werden soll zudem, ob ein Hitzewarnsystem im Gesundheitssystem eingeführt werden muss.
CDU-Fraktionsvize Jan Heinisch betonte, Klimaschutz und Klimaanpassung seien Langfristthemen. Ein von der SPD gefordertes „Hitzekabinett“ lehnte er ab. Ott kritisierte, dass Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) sich in der Debatte nicht zu Wort meldete.
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