NRW investiert 286,6 Millionen Euro in Hitzeschutz für Kliniken und Pflegeeinrichtungen
Nach der Hitzewelle Ende Juni 2026 stellt NRW zwischen 2027 und 2030 insgesamt 286,6 Millionen Euro für drei Hitzeschutzprogramme bereit…
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Als direkte Reaktion auf die Hitzewelle Ende Juni 2026 legt Nordrhein-Westfalen drei Förderprogramme auf, die Menschen in Pflegeeinrichtungen, Kliniken und Privathaushalten besser vor extremer Hitze schützen sollen. Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) stellte die Programme am Freitag in Düsseldorf vor. Zwischen 2027 und 2030 stellt das Land dafür insgesamt 286,6 Millionen Euro bereit.
Die Mittel fließen in Klimatisierungstechnik in öffentlichen Einrichtungen sowie in kommunale Projekte zur Unterstützung besonders gefährdeter Bevölkerungsgruppen. Zusätzlich fördert die „Sozialstiftung NRW“ Klimatisierungsmaßnahmen in Einrichtungen der Eingliederungshilfe mit 20 Millionen Euro.
Der Handlungsbedarf ist erheblich. Laut einer Befragung der Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen (KGNW) unter ihren 320 Mitgliedshäusern verfügt derzeit nur jedes zehnte Patientenzimmer über eine Klimaanlage. Rund 40 Prozent der Notaufnahmen sind weder klimatisiert noch gekühlt, weitere knapp 28 Prozent nur in Teilbereichen.
KGNW-Präsident Ingo Morell begrüßt das Programm als „bedeutsamen Einstieg“ in die Hitzeschutzfinanzierung. Die geplante Streckung über drei Jahre soll verhindern, dass der Ausbau an Kapazitätsgrenzen des Marktes scheitert.
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