NRW-Kliniken vor dem Kollaps: 2,6 Milliarden Euro Schulden seit 2022

Die Krankenhäuser in Nordrhein-Westfalen kämpfen mit einem wachsenden Defizit von derzeit rund 2,6 Milliarden Euro. Während die Bundesregierung untätig bleibe, fehlten täglich drei Millionen Euro zur Sicherstellung der Versorgung, so die KGNW.

25. September 2024
  • Ökonomie

„Bundesregierung riskiert die Versorgung“

Die Krankenhäuser in Nordrhein-Westfalen kämpfen mit einem wachsenden Defizit von derzeit rund 2,6 Milliarden Euro. Während die Bundesregierung untätig bleibe, fehlten täglich drei Millionen Euro zur Sicherstellung der Versorgung, so die KGNW.

Die finanzielle Lage der Kliniken in Nordrhein-Westfalen hat sich dramatisch verschlechtert: Vier von fünf Krankenhäusern schreiben rote Zahlen, das Gesamtdefizit ist seit 2022 auf 2,6 Milliarden Euro gestiegen. Die Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen (KGNW) kritisiert die Bundesregierung scharf und wirft ihr vor, die Kliniklandschaft durch Untätigkeit wissentlich in eine finanzielle Katastrophe zu führen. Täglich fehlten den 333 Kliniken drei Millionen Euro, um den Betrieb aufrecht zu erhalten. Steigende Tarifkosten und die anhaltende Inflation belasten die Kliniken zusätzlich, da sie ihre Preise gesetzlich nicht anpassen dürfen. Aktionen wie „Alarmstufe Rot“, bei der tausende Klinikbeschäftigte protestierten, brachten bisher keine greifbaren Ergebnisse. Bundesgesundheitsminister Lauterbach hat zwar 11 Milliarden Euro bis 2024/25 angekündigt, eine klare Umsetzungsstrategie fehlt jedoch. Die KGNW fordert dringend ein Umsteuern, um weitere Klinikschließungen und eine Überlastung der stationären Versorgung zu verhindern…

Quelle:

kma-online.de


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