Oberschwabenklinik: Neuer Chef Faust stellt vier Szenarien vor, darunter Privatisierung und externe Geschäftsführung
Pflegedirektor Swen Wendt ist nicht mehr Teil der OSK-Geschäftsführung. Neuer Chef Jan-Ove Faust stellt vier Zukunftsszenarien vor, darunter Privatisierung und externe Geschäftsführung…
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Mit dem Amtsantritt von Geschäftsführer Jan-Ove Faust hat die kreiseigene Oberschwabenklinik (OSK) ihre Führungsstruktur grundlegend verändert. Pflegedirektor Swen Wendt gehört der Unternehmensleitung nicht mehr an.
Das geht aus einem Organigramm hervor, das intern mit „Entwurf vom 10. September“ datiert ist. Wendt ist demnach künftig dem ärztlichen Direktor Oliver Rentzsch unterstellt. Die bisherige dreiköpfige Geschäftsführung schrumpft damit auf ein Duo aus Faust und Rentzsch. Auf der OSK-Website ist Wendt zum Zeitpunkt der Berichterstattung noch als Mitglied der Geschäftsführung gelistet.
Neu hinzu kommt Meike Thun in der Rolle der „betriebswirtschaftlichen Unterstützung“. Thun hatte bereits um 2022 ein OSK-Gutachten verantwortet, das dem Kreistag unter anderem die Schließung des Krankenhauses in Bad Waldsee empfohlen hatte.
Im Organigramm ist zudem ein freier Posten unter „Unternehmensleitung“ mit „N.N.“ ausgewiesen, was auf eine mögliche Erweiterung der Führung hindeutet. Faust soll intern vier Szenarien für die Zukunft der OSK skizziert haben: externe Geschäftsführung, Privatisierung, Kooperation mit anderen Kliniken oder Beibehaltung des Status quo. Angesichts eines jährlichen Millionendefizits und angespannter Kommunalfinanzen gilt Letzteres als schwer haltbar.
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