OECD: KI soll Diagnosen sicherer machen und Milliarden sparen

Die OECD sieht Künstliche Intelligenz als Werkzeug gegen Fehldiagnosen und hohe Kosten. Expertinnen und Experten erwarten spürbare Effizienzgewinne, vor allem in Kliniken und Verwaltung…

6. Januar 2026
  • Data und KI

Die OECD analysiert in „Ökonomie der Diagnosesicherheit“, wo Künstliche Intelligenz in der Medizin konkret unterstützen kann. Ausgangspunkt ist die hohe Quote falscher oder verspäteter Diagnosen. In Industrieländern sind etwa 15 Prozent der Diagnosen betroffen, fast ein Fünftel der Gesundheitsausgaben geht auf solche Fehler zurück.

KI-Anwendungen sollen Ärztinnen und Ärzte bei der Befundprüfung, beim Erkennen früher Krankheitsstadien und durch Warnhinweise unterstützen. Die Verantwortung für Entscheidungen bleibt klar beim Menschen. Die Studie betont, dass unsauber eingebundene Systeme ohne gute Datenlage Risiken sogar verstärken können.

Prof. David Matusiewicz, Experte für Digitale Gesundheit, erwartet trotz Unsicherheiten jährliche Einsparungen von 27 bis 48 Milliarden Euro durch KI im deutschen Gesundheitswesen. Er verortet den größten Effekt im Krankenhausbereich durch besseres Belegungs- und Ressourcenmanagement. Zusätzliche Potenziale sieht er bei Arzneimitteln sowie in der Verwaltung durch automatisierte Abrechnung und Prüfprozesse.

Quelle:
handelsblatt.com

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