Offener Brief an Ministerin von der Decken: Föhr kämpft um seine Notfallversorgung

Föhrs Amtsvorsteher und Inselärzte haben Gesundheitsministerin von der Decken in einem offenen Brief aufgefordert, die Notfallversorgung auf der Insel trotz Krankenhausreform zu sichern…

9. Oktober 2026
  • Politik

Der Amtsvorsteher des Amtes Föhr und Amrum, Christian Stemmer, hat gemeinsam mit der Ärzteschaft der Insel Föhr einen offenen Brief an Schleswig-Holsteins Gesundheitsministerin Kerstin von der Decken (CDU) verfasst und am Dienstag persönlich im Kieler Gesundheitsministerium übergeben.

Die Verfasser kritisieren, dass die Krankenhausreform die medizinische Versorgung auf der Insel gefährdet. Außerhalb der Präsenzzeiten soll es künftig keine ambulante Notfallversorgung, keine stationären Aufnahmen und keine Röntgendiagnostik mehr geben. Offene Brüche wären dann beispielsweise vor Ort nicht mehr behandelbar. Stemmer hatte die Reformpläne bereits zuvor als „hochproblematisch“ bezeichnet.

In einem gut einstündigen Gespräch schilderte die Föhrer Delegation der Ministerin ihre Befürchtungen. Von der Decken zeigte sich gesprächsbereit und versprach, eine Notfallbereitschaft rund um die Uhr auf der Insel sicherzustellen.

Stemmer bewertete den Austausch als zufriedenstellend. Am 18. November sind weitere Gespräche geplant. Im Hintergrund steht die Umwandlung der Inselklinik in eine sektorenübergreifende Versorgungseinrichtung im Zuge der bundesweiten Krankenhausreform.

Quelle:
tagesschau.de

Medinfoweb
Die etablierte Informationsplattform für Informatik, Ökonomie, Marketing und Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen.

Gebündelt, stets aktuell und immer handverlesen werden alle Neuigkeiten gesammelt und anwenderbezogen aufbereitet.