Online zum Arzttermin: Warum Patientenportale unter Druck geraten

Arzttermine lassen sich heute oft digital buchen. Eine Untersuchung zeigt jedoch, dass Patientenportale gesetzlich Versicherte benachteiligen können und Transparenz, Fairness und Alternativen fehlen…

11. Februar 2026
  • QM

Online-Portale wie Doctolib und Jameda prägen die heutige Arztterminvergabe. Eine Untersuchung der Verbraucherzentrale zeigt jedoch erhebliche Schwächen aus Sicht gesetzlich Versicherter. Kritisiert werden irreführende Filter, unübersichtliche Terminarten und fehlende Hinweise zu Kosten.

Das Landgericht Berlin bestätigte diese Kritik teilweise. Es wertete die Darstellung von Selbstzahlerterminen trotz gesetztem Kassenfilter bei Doctolib als irreführend. Hinweise auf Kosten kämen zu spät. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Zusätzlich sorgen Konto-Zwang und Datenschutzfragen für Skepsis. Gesundheitsdaten könnten Rückschlüsse auf Krankheitsbilder erlauben. Viele Versicherte bevorzugen daher nicht-kommerzielle Angebote.

Die Verbraucherzentrale fordert mehr Transparenz, alternative Buchungswege und einen Ausbau der Terminservicestellen. Bei akuten Fällen bleiben Telefonangebote und die Unterstützung durch Hausärzte zentrale Anlaufstellen.

Quelle:
zdfheute.de

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