optiSEP soll Sepsisbehandlung bundesweit besser vernetzen
Der Innovationsausschuss fördert optiSEP mit 7,5 Millionen Euro. Ab 2026 soll ein digital vernetzter Ansatz die Sepsisversorgung sektorenübergreifend verbessern und Behandlungsprozesse beschleunigen…
- Digitale Klinik
- QM
Der Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss unterstützt das Versorgungsprojekt optiSEP mit 7,5 Millionen Euro. Die Konsortialführung übernimmt die Universitätsmedizin Leipzig. Der Projektstart ist für September 2026 geplant, die Laufzeit beträgt 42 Monate.
Ziel ist eine durchgängige Verbesserung der Sepsisversorgung über alle Versorgungsbereiche hinweg. Trotz bestehender Initiativen zählt Sepsis weiterhin zu den häufigsten vermeidbaren Todesursachen in Deutschland. optiSEP adressiert gezielt Schwachstellen entlang der Versorgungskette vom Rettungsdienst bis zur Rehabilitation.
Zentrale Grundlage bildet die interoperable Nutzung klinischer Routinedaten. Daraus sollen digitale Entscheidungshilfen entstehen, die kritische Verläufe früher erkennen und therapeutische Entscheidungen unterstützen. Ergänzend entwickelt der Verbund standardisierte Behandlungspfade zur konsequenten Umsetzung bestehender Leitlinien.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der molekularen Erregerdiagnostik mittels Next-Generation Sequencing. Diese Methode soll eine schnellere Anpassung antiinfektiver Therapien ermöglichen. Technisch baut das Projekt auf der AKTIN-Infrastruktur des Netzwerks Universitätsmedizin auf.
Gebündelt, stets aktuell und immer handverlesen werden alle Neuigkeiten gesammelt und anwenderbezogen aufbereitet.