Pädiatrische Notfallversorgung: Klinikum Leverkusen zieht positive Bilanz und kämpft um Finanzierung
Das Kindernotarzt-Team des Klinikums Leverkusen absolvierte in den ersten 100 Tagen 45 Einsätze, 14 davon außerhalb des Stadtgebiets. 26 Anfragen blieben unbeantwortet…
- Ökonomie
Das Klinikum Leverkusen hat sein spezialisiertes Kindernotarzt-Team Ende April 2026 in Betrieb genommen. Nach 100 Tagen zieht es Bilanz: 45 Einsätze, darunter Fälle mit schwersten Verletzungen und Wiederbelebungsmaßnahmen, belegen einen erheblichen regionalen Bedarf an pädiatrischer Notfallkompetenz.
42 der 45 Einsätze führten das Team direkt an Notfallorte, wo es den regulären Rettungsdienst mit pädiatrischem Fachwissen unterstützte. Drei Einsätze betrafen intensivmedizinisch begleitete Verlegungen zwischen Kliniken. 14 Einsätze fanden außerhalb Leverkusens statt: dreimal im Rheinisch-Bergischen Kreis, viermal im Kreis Mettmann, siebenmal in Köln.
Das Team besteht aus einer Oberärztin oder einem Oberarzt der Kinder- und Jugendmedizin mit Zusatzweiterbildung Notfallmedizin sowie einer speziell qualifizierten Pflegefachkraft. Insgesamt gehören zehn Mitarbeitende dem Personalpool an. Die Leitstelle der Feuerwehr Leverkusen übernimmt die Alarmierung.
Derzeit ist das Team montags bis freitags von 7.30 bis 15.30 Uhr im Einsatz. 26 Alarmierungsanfragen gingen außerhalb dieser Zeiten ein und konnten nicht bedient werden. Dr. Dejan Vlajnic und Dr. Christoph Adler nennen die Ausweitung der Einsatzzeiten als nächstes Ziel.
Das Angebot ist nicht durch Krankenkassen refinanziert. Das Einsatzfahrzeug stellt die Björn Steiger Stiftung bereit, die während der zweijährigen Projektlaufzeit auch die Betriebskosten trägt. Die Personalkosten übernimmt das Klinikum selbst. Für den dauerhaften Betrieb und den Ausbau sind Spenden und Fördermittel erforderlich.
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