Digitale Reife im ÖGD: Erstmals erreichen Ämter in allen Dimensionen die Höchststufe
Gesundheitsämter erzielen laut fünfter Erhebungswelle des Reifegradmodells weiter Fortschritte bei der Digitalisierung. Erstmals erreichen Ämter in allen gemessenen Dimensionen die höchste Reifegradstufe 4…
- Data und KI
376 Gesundheitsämter haben an der fünften Erhebungswelle zur digitalen Reife des Öffentlichen Gesundheitsdienstes teilgenommen. Das Ergebnis ist, dass der positive Trend der Vorjahre sich fortsetzt. Erstmals erreichen Ämter in sämtlichen gemessenen Dimensionen die höchste Reifegradstufe 4.
Die Erhebung, durchgeführt von Forschenden des Fraunhofer FIT, der TU Dresden und der FU Berlin, erfasste den Stand bis zum 31. Dezember 2025. Gemessen wurden unter anderem das Vorliegen einer Digitalisierungsstrategie, die Prozessdigitalisierung sowie IT-Bereitstellung und IT-Sicherheit. Besonders deutliche Verbesserungen verzeichnet der Bericht in den Dimensionen Digitalisierungsstrategie und IT-Bereitstellung.
Die Autorinnen und Autoren bewerten die Entwicklung positiv, da nach Abschluss von Förderprojekten auch eine Verlangsamung oder ein Plateau denkbar gewesen wäre. Zwischen den Bundesländern bestehen weiterhin Unterschiede, die laut Projektgruppe unter anderem auf unterschiedliche Schwerpunktsetzungen zurückzuführen sind.
Das Reifegradmodell wurde im Rahmen des 2020 gestarteten Pakts für den Öffentlichen Gesundheitsdienst entwickelt und dient als Monitoringinstrument. Ämter, die Fördermittel beantragt haben, sind zur Nutzung verpflichtet. Der Pakt läuft zum Ende dieses Jahres aus. Wie die bisher erzielten Erfolge, auch beim Personal, dauerhaft gesichert werden können, ist bislang offen.
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