Palliativarzt gesteht nach fast einem Jahr Schweigen die Tötungen von 12 Patienten

Ein wegen Mordes angeklagter Berliner Palliativarzt hat am 54. Verhandlungstag zwölf Tötungen gestanden und Verantwortung für sein Handeln übernommen…

29. Juni 2026
  • QM

Am 54. Verhandlungstag hat der seit Juli 2025 vor dem Landgericht Berlin angeklagte Palliativarzt sein fast einjähriges Schweigen gebrochen und zwölf der 15 angeklagten Tötungen eingeräumt. Der 41-jährige promovierte Mediziner erklärte, er übernehme Verantwortung für seine Taten und entschuldigte sich bei Angehörigen, seiner Familie und Kollegen.

Die Berliner Staatsanwaltschaft wirft ihm Mord aus Heimtücke und sonstigen niedrigen Beweggründen vor. Der Tatzeitraum erstreckt sich von September 2021 bis Juli 2024. Der Arzt wurde Anfang August 2024 verhaftet und befindet sich seitdem in Untersuchungshaft. In einigen Fällen soll er Brände gelegt haben, um die Taten zu vertuschen.

Vor Gericht erklärte der Angeklagte, er habe sich eingeredet, Patienten „Leid und Siechtum“ zu ersparen, und sein Handeln als „moralisches Handeln mit den falschen Mitteln“ beschrieben. Diese Formulierung hatte er bereits in abgehörten Telefonaten aus der Untersuchungshaft mit seiner Ehefrau verwendet. Sein Geständnis begründete er nicht mit den Beweisen, sondern mit einer persönlichen Auseinandersetzung der vergangenen Monate.

Parallel zur laufenden Verhandlung ermittelt die Staatsanwaltschaft in derzeit 76 weiteren Fällen. Ende April erfolgte in diesem Zusammenhang eine weitere Exhumierung.

Quelle:
apotheke-adhoc.de

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