Parteien über Streecks Aussagen zur Versorgung alter Menschen empört
Hendrik Streeck stellt teure Behandlungen für sehr alte Menschen infrage und löst heftige Kritik aus…
- Politik
Der CDU-Politiker und Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Hendrik Streeck, hat mit Äußerungen zur Medikamentenversorgung älterer Menschen eine breite Kontroverse ausgelöst. In der Talksendung „Meinungsfreiheit“ forderte er klare Richtlinien für den Einsatz kostenintensiver Therapien bei Hochbetagten. Als Beispiel nannte er eine Krebstherapie für eine 100-jährige Patientin und verwies auf persönliche Erfahrungen.
Seine Aussagen stießen parteiübergreifend auf Ablehnung. Karl Lauterbach (SPD) bezeichnete eine Altersrationierung als ethisch unhaltbar. Grünen-Politiker Janosch Dahmen kritisierte Streecks Vorstoß als „rechtlich, medizinisch und ökonomisch unsinnig“. Auch Wolfgang Kubicki (FDP) sprach von „kaltem Zynismus“.
Die Deutsche Stiftung Patientenschutz wies Streecks Vorschlag entschieden zurück. Vorstand Eugen Brysch betonte, jede Patientin und jeder Patient habe Anspruch auf die bestmögliche Versorgung – unabhängig von Alter oder Kosten. Statt Debatten über Altersgrenzen anzustoßen, solle sich Streeck auf seine Aufgaben in der Drogenpolitik konzentrieren.
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